FAQ zum Dedicated Server: zwei direkt angeschlossene NVMe-Laufwerke inklusive
128 GB oder 256 GB RAM für VMs und ARC? OnuCloud erläutert die Optionen anhand der Laufwerksnutzung und erklärt Kosten, Bereitstellung und Neuinstallation – damit die Speicherplanung vor der Bestellung abgeschlossen werden kann.
Zuerst Laufwerksaufteilung und Datenschutz festlegen, dann RAM und Netzwerk auswählen.
Der Laufwerkszweck bestimmt die Optionen
Die gleiche Bruttokapazität bietet unterschiedlich viel nutzbaren Speicher, je nachdem, ob Laufwerke getrennt genutzt oder gespiegelt werden. Zuerst Geschäftsvolumes, Cache und Backup-Ziel festlegen. Mehr RAM oder zusätzliche Laufwerke allein bieten keinen vollständigen Datenschutz.
128 GB für Storage oder 256 GB für VMs und ARC?
Ermitteln Sie zunächst den RAM-Bedarf von System, Anwendungen, VMs und Cache. Für einen einzelnen File- oder Backup-Server sind 128 GB DDR4-3200 ECC eine mögliche Wahl. Für einen Proxmox VE-Host mit mehreren VMs oder mehr reserviertem Speicher für ZFS ARC eignen sich 256 GB DDR4-3200 ECC. Beide Optionen bieten denselben AMD EPYC 7543P mit 32 Kernen und 64 Threads sowie identische Laufwerke und Bandbreite. Der Unterschied liegt nicht beim Prozessor. 128 GB kosten $472/Monat, 256 GB $624/Monat. Mehr RAM ersetzt keine Laufwerksredundanz und beschleunigt nicht automatisch jede Workload. Ein RAM-Upgrade am bestehenden Server ist nach der Bereitstellung nicht möglich. Für einen Wechsel ist ein neuer Server erforderlich; Migration von Diensten und Daten muss selbst geplant werden.
Sind die zwei enthaltenen 1-TB-Laufwerke bei der Bereitstellung gespiegelt?
Nein. Die standardmäßigen 2 × 1 TB NVMe sind jeweils direkt und unabhängig angeschlossen. Sie nutzen keinen Shared Storage; Hardware-RAID ist nicht enthalten. Die nominelle Bruttokapazität beträgt zusammen 2 TB. Ein RAID-1 ist nicht vorkonfiguriert. Partitionierung, Formatierung und Dateisysteme reduzieren den verfügbaren Speicherplatz. Für Laufwerksredundanz muss ein ZFS-Mirror oder Software-RAID im System eingerichtet werden. Im Mirror bieten zwei 1-TB-Laufwerke nominell etwa 1 TB nutzbaren Speicher, nicht 2 TB. Ein Mirror schützt vor dem Ausfall eines einzelnen Laufwerks. Versehentliches Löschen oder fehlerhafte Schreibvorgänge können jedoch auf beide Mirror-Laufwerke übertragen werden. Separate Backups und geprüfte Wiederherstellungsverfahren bleiben daher erforderlich. Wer ein vom Rechenzentrum verwaltetes RAID und Backups erwartet, sollte diese direkt angeschlossene Laufwerkskonfiguration nicht mit einem Managed-Storage-Service verwechseln.
Mehr Platz für Backups: Wie lassen sich zusätzliche Laufwerke planen?
Bei der Konfiguration kann auf zusätzliche Laufwerke verzichtet oder 1 bzw. 2 zusätzliche 2-TB-NVMe-SSDs für jeweils $85/Monat hinzugefügt werden. Insgesamt sind bis zu 2 zusätzliche Laufwerke möglich. Auch diese sind separat direkt angeschlossen und werden nicht automatisch in ein Hardware-Array eingebunden. Die nominelle Bruttokapazität beträgt je nach Auswahl insgesamt 2 TB, 4 TB oder 6 TB. Diese Angaben stehen nicht für die nutzbare Kapazität nach Einrichtung einer Redundanz. Ohne zusätzliche Laufwerke eignet sich die Konfiguration für einzelne Dienste mit geringem Datenvolumen und separatem Backup-Ziel. Ein zusätzliches Laufwerk kann Geschäfts- und lokales Backup-Volume trennen, bietet für sich allein aber keine Spiegelredundanz. Mit zwei zusätzlichen Laufwerken lässt sich ein separater Mirror-Pool aus zwei 2-TB-Laufwerken erstellen. Systemlaufwerk, Datenpool und Backup-Ziel sollten klar getrennte Aufgaben haben. Zusätzliche Laufwerke im selben Server ersetzen kein externes Backup. Die Laufwerkskosten gehen in den Monatspreis ein; der Zahlbetrag richtet sich anschließend nach dem gewählten Zahlungszeitraum.
Serverstatus und Systemaufgaben getrennt kontrollieren
OnuCloud ist für Hardware und Netzwerk zuständig; Systemkonfiguration und Daten liegen in der Verantwortung des Kunden. Nach der Zahlung zuerst den Bereitstellungsstatus prüfen. Vor einer Neuinstallation ein Backup erstellen und anschließend die Systemänderung durchführen.
Wo lässt sich nach der Zahlung prüfen, ob der Server erreichbar ist?
Nach der Zahlung sind Bestellung und Serverstatus im OnuCloud-Kontrollpanel einsehbar. Sobald der Server bereit ist, stehen Adresse und Zugangsdaten in den Serverdetails. Zahlungseingang, Serverstatus und Verbindungsdaten sollten getrennt geprüft werden. Eine abgeschlossene Zahlung bedeutet nicht automatisch, dass die Bereitstellung abgeschlossen ist. Die Bereitstellungszeit lässt sich nicht aus den Angaben auf dieser Seite ableiten. Linux, FreeBSD und Proxmox VE verwenden SSH, Windows Server verwendet RDP. Maßgeblich sind die Zugangsdaten im Kontrollpanel; Anmeldedaten und Verbindungseinstellungen anderer Server sind nicht übertragbar. Nach der ersten Anmeldung sollten Laufwerke, RAM und Netzwerk geprüft werden, bevor Dienste und Backup-Aufgaben eingerichtet werden. Bei Fragen zum Bestellstatus oder zu den Bereitstellungsdaten kann über das Kontrollpanel ein Ticket mit Bestellnummer und Fehlerbild erstellt werden. Passwörter, private Schlüssel und andere vertrauliche Zugangsdaten gehören nicht ins Ticket.
Welche Betriebssysteme stehen zur Wahl und was sollte vor einer Neuinstallation gesichert werden?
Zur Auswahl stehen 14 kostenlose Betriebssysteme: AlmaLinux 8, 9 und 10; CentOS Stream 9 und 10; Debian 11, 12 und 13; Ubuntu Server 22.04 LTS, 24.04 LTS und 26.04 LTS; FreeBSD 13 sowie Proxmox VE 8 und 9. Windows Server ist in den Versionen 2019, 2022 und 2025 erhältlich. Eine Standard-Lizenz kostet zusätzlich $17/Monat, eine Datacenter-Lizenz $27/Monat. Als Systemsprache stehen Englisch, traditionelles Chinesisch und vereinfachtes Chinesisch zur Verfügung. Neuinstallationen werden über das Kontrollpanel oder per Ticket angefragt. Vor dem Absenden sollten Geschäftsdaten, Konfigurationsdateien, Schlüssel und alle für die Wiederherstellung benötigten Informationen außerhalb des Servers gesichert werden. Andere Partitionen oder Mirror-Laufwerke im selben Server sind kein Ersatz für ein Backup. Betriebssystem und Lizenzkosten sind auf der Konfigurationsseite zu prüfen. Vor der Neuinstallation müssen außerdem Zielversion und zu erhaltende Daten feststehen. Eine Neuinstallation ist kein Werkzeug zur Datenwiederherstellung.
Portgeschwindigkeit, IP-Anzahl und Abrechnung
Keine Gebühren nach Datenvolumen bedeuten nicht unbegrenzte Geschwindigkeit. Zusätzliche IP-Adressen sind nicht automatisch im System eingerichtet. Portgeschwindigkeit, Anzahl und Zahlungszeitraum sollten getrennt geprüft werden, um die passende Kombination für das Backup-Zeitfenster zu wählen.
Bedeutet unbegrenzter Traffic, dass die Wiederherstellung bei allen drei Bandbreiten gleich schnell ist?
Nein. Unbegrenzter Traffic beschreibt die Abrechnung des übertragenen Datenvolumens, nicht eine unbegrenzte Portgeschwindigkeit. Standardmäßig sind 250 Mbps enthalten. Optional stehen 1 Gbps für zusätzlich $249/Monat oder 2 Gbps für zusätzlich $741/Monat zur Auswahl. Bei keiner der drei Optionen wird das übertragene Volumen zusätzlich berechnet; der Preisunterschied ergibt sich aus der gewählten Portgeschwindigkeit. Für laufende inkrementelle Synchronisierungen kann zunächst die Standardoption geprüft werden. Bei umfangreichen Wiederherstellungen oder parallelen Übertragungen kann eine höhere Bandbreite passend zum Backup-Zeitfenster sinnvoll sein. Der tatsächliche Durchsatz hängt auch vom lokalen Internetanschluss, Übertragungsweg, Zielserver, Protokoll und den Laufwerksaktivitäten ab. Die Portgeschwindigkeit ist keine Zusage für dieselbe Ende-zu-Ende-Geschwindigkeit. Bei der Auswahl sollten sowohl Backup-Schreibvorgänge als auch Wiederherstellungs-Lesevorgänge berücksichtigt werden, nicht nur die monatliche Datenmenge in TB. Eine höhere Bandbreite ersetzt keine Drosselung und Planung von Backup-Aufgaben.
Wie viele zusätzliche IPv4-Adressen sind möglich und welche Adresse wird für den Fernzugriff verwendet?
Jeder Server enthält standardmäßig eine dedizierte IPv4-Adresse. Es können 0 bis 255 weitere Adressen hinzugefügt werden, also insgesamt bis zu 256. Jede zusätzliche Adresse kostet $2/Monat und wird einzeln zum Monatspreis addiert. Für SSH und RDP wird die erste im Kontrollpanel aufgeführte Adresse verwendet. Weitere Adressen können je nach Bedarf im System VMs oder Diensten zugewiesen werden. Zusätzliche Adressen konfigurieren das Netzwerk im System nicht automatisch und erhöhen auch nicht die Portbandbreite des Dedicated Servers. Bei mehreren festen Ausgangs- oder Dienstadressen sollte zunächst festgelegt werden, welche Adresse welcher VM oder welchem Dienst zugeordnet wird. Anschließend lässt sich die benötigte Anzahl bestimmen. Bei Verbindungsproblemen zuerst die erste Adresse, die Zugangsdaten im Kontrollpanel und die System-Firewallregeln prüfen, statt nicht konfigurierte Zusatzadressen der Reihe nach auszuprobieren. Adresszuweisungen und Zugriffsregeln für Dienste werden im Kundensystem konfiguriert.
Nach welchen Regeln werden Erstattungsanträge und Fragen zu Rechnungen bearbeitet?
Erstattungen richten sich nach den OnuCloud-Nutzungsbedingungen. Diese Seite legt keine zusätzlichen Erstattungsquoten, Berechnungsformeln oder Bearbeitungsfristen fest. Für einen Antrag sollte über das Kontrollpanel ein Ticket mit Bestellnummer, betroffener Rechnung und konkretem Anliegen erstellt werden. Bei Fragen zu Hardware oder Netzwerk bitte auch das Fehlerbild und relevante Prüfergebnisse angeben. Vertrauliche Angaben wie Passwörter gehören nicht ins Ticket. AMD Dedicated Server sind monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zahlbar. Zahlbetrag = Monatspreis × Anzahl der Monate. Die Zahlungszeiträume sind nicht rabattiert; Einrichtungsgebühren und Vertragsbindung fallen nicht an. Vertragsfreiheit bedeutet nicht, dass bereits gezahlte Beträge automatisch für ungenutzte Tage erstattet werden, und ersetzt nicht die Regeln in den Nutzungsbedingungen. Vor der Zahlung sollten Servermodell, Optionen, Betriebssystemlizenz und Zahlungszeitraum geprüft werden. Die Abrechnung erfolgt ausschließlich in US-Dollar; die verfügbaren Zahlungsmethoden sind auf der Konfigurationsseite aufgeführt. Das Ergebnis eines Antrags wird per Ticket mitgeteilt.
Fragen zu DGX Spark werden separat beantwortet
Fragen zur Miete eines DGX Spark werden gesammelt hier beantwortet: OnuCloud DGX-Miete im Überblick.
Nach der Laufwerksplanung die Serveroptionen prüfen
Auf der OnuCloud-Konfigurationsseite lassen sich RAM, zusätzliche Laufwerke, Bandbreite, IPv4-Adressen und Betriebssystemkosten gemeinsam prüfen. Fragen zu bestehenden Bestellungen können per Ticket im Kontrollpanel gestellt werden.