Zugriff & Speicherprüfung

Dedicated Server verbinden: Bereitstellung prüfen

Vor dem Start von Dateispeicherung und Backups sollten Adresse, Betriebssystem und direkt angeschlossene Laufwerke geprüft werden. Nach der Bereitstellung sind IP-Adresse und Zugangsdaten in den Serverdetails im Kundenportal zu finden.

Der Zahlungseintrag bestätigt nicht den Bereitstellungsstatus. Sobald der Server bereitgestellt ist, lässt sich anhand der Angaben in den Details die Verbindung herstellen.

Linux-Systeme
SSH
Windows Server
RDP
Remote-Management-Adresse
Erste IPv4-Adresse
Erst prüfen, dann verbinden

Bereitstellungsstatus als Ausgangspunkt

Zahlung, Serverbereitstellung und Remote-Login sind getrennte Schritte. Für den Zugriff zählt der im Kundenportal angezeigte Serverstatus. Adressen nicht anhand des Bestellnamens ableiten und keine Zugangsdaten anderer Server verwenden.

  1. 01

    Den richtigen Server auswählen

    Im OnuCloud-Kundenportal anmelden, die Serverdetails der betreffenden Bestellung öffnen und RAM-Ausbaustufe sowie ausgewähltes Betriebssystem prüfen. Bei mehreren Servern vor dem Kopieren der Verbindungsdaten sicherstellen, dass die angezeigten Details zum aktuellen Ziel gehören. So landen Backup- oder Laufwerksaktionen nicht versehentlich auf einem anderen Server.

  2. 02

    Alle Verbindungsdaten prüfen

    IP-Adresse, Anmeldekonto, Passwort und weitere verfügbare Verbindungsdaten in den Serverdetails nachsehen. Port und Benutzername nicht anhand üblicher Standardwerte erraten. Diese Anleitung nennt weder allgemeine Zugangsdaten noch feste Ports; maßgeblich sind die Bereitstellungsdaten.

  3. 03

    Client passend zum Betriebssystem wählen

    Linux, FreeBSD und Proxmox VE werden per SSH verbunden, Windows Server per RDP. Gespeicherte alte Adressen, Konten und Passwörter im Client einzeln prüfen. Solange die Bereitstellung nicht abgeschlossen ist, zuerst den Status prüfen und nicht wiederholt unbestätigte Verbindungsdaten ausprobieren.

Anmeldepasswörter, private Schlüssel und vollständige Zugangsdaten gehören nicht in öffentliche Screenshots, den Befehlsverlauf oder den Text gewöhnlicher E-Mails. Für die Fehlersuche reicht die Fehlermeldung; Screenshots mit vertraulichen Angaben sollten vorher unkenntlich gemacht werden.

Linux und Unix-ähnliche Systeme

Beim ersten SSH-Login erst Identität prüfen, dann Authentifizierung anpassen

AlmaLinux, CentOS Stream, Debian, Ubuntu Server, FreeBSD und Proxmox VE werden per SSH verbunden. Die Systemverwaltung kann sich unterscheiden, die Verbindungsdaten stammen jedoch aus demselben Bereitstellungsdatensatz.

Erste Verbindung herstellen

Im lokalen SSH-Client die erste IPv4-Adresse, das bereitgestellte Konto und den tatsächlichen Port eintragen. Anschließend mit der in den Serverdetails angegebenen Authentifizierung anmelden. Bei der ersten Verbindung die angezeigte Serveridentität prüfen und die Sicherheitsabfrage nicht routinemäßig überspringen.

Wurde dieselbe Adresse zuvor mit einem anderen System verwendet, kann der Client eine geänderte Serveridentität melden. Zuerst prüfen, ob eine Neuinstallation oder ein Wechsel des Verbindungsziels stattgefunden hat. Gespeicherte Einträge erst danach bearbeiten und die Identitätsprüfung nicht einfach umgehen.

Neue Authentifizierung prüfen, bevor die alte Sitzung beendet wird

Nach dem ersten Login empfiehlt sich eine Änderung des Anmeldepassworts. SSH-Schlüssel entsprechend den Konto- und Berechtigungsregeln des gewählten Systems einrichten. Der private Schlüssel bleibt auf dem Verwaltungsgerät; der öffentliche Schlüssel wird in der Autorisierungskonfiguration des Zielkontos hinterlegt. Öffentliche und private Schlüssel dürfen nicht vertauscht werden.

Vor Änderungen an Authentifizierung oder Firewall die bestehende Sitzung geöffnet lassen und die neuen Einstellungen in einer zweiten SSH-Sitzung prüfen. Erst wenn die neue Sitzung funktioniert, die ursprüngliche Verbindung beenden. So wird verhindert, dass eine einzelne Konfigurationsänderung alle Verwaltungszugänge unterbricht.

Linux-Befehle zur Laufwerksprüfung lassen sich nicht unverändert auf FreeBSD übertragen. SSH ist die Zugriffsmethode; Speicher- und Berechtigungsaufgaben richten sich weiterhin nach den jeweiligen Systemwerkzeugen.

Windows Server

Per RDP mit dem bereitgestellten Konto anmelden

Server mit Windows Server werden über das Remote Desktop Protocol (RDP) verbunden. Im lokalen Remotedesktop-Client die erste IPv4-Adresse und die Zugangsdaten aus dem Kundenportal verwenden. Gespeicherte Anmeldedaten anderer Server nicht wiederverwenden.

  1. 01

    Ziel und Konto prüfen

    Im Client die Computeradresse, das Kontofeld und die tatsächlichen Verbindungsparameter kontrollieren. Besonders auf automatisch eingetragene ältere Konten achten. Zertifikats- und Identitätshinweise mit den Bereitstellungsdaten abgleichen und das Ziel auch bei einer Remotedesktopverbindung ausdrücklich prüfen.

  2. 02

    Eingabe und Systemumgebung prüfen

    Schlägt die Passworteingabe fehl, zuerst Tastaturlayout und Groß-/Kleinschreibung prüfen und sicherstellen, dass beim Kopieren keine Leerzeichen übernommen wurden. Die Systemsprache von Windows Server kann Englisch, traditionelles Chinesisch oder vereinfachtes Chinesisch sein. Die Sprache der Oberfläche ändert weder das bereitgestellte Konto noch die Vorgabe, die erste IPv4-Adresse zu verwenden.

  3. 03

    Einen wiederherstellbaren Verwaltungszugang erhalten

    Kontorichtlinien, Remotedesktopberechtigungen und Firewall erst nach dem Anmelden am Desktop ändern. Jede Änderung anschließend mit einer neuen Sitzung prüfen. Das Trennen des Clients ist kein Datenbackup; wichtige Dateien und der Dienststatus müssen separat überprüft werden.

Adresszuordnung

Erste IPv4-Adresse für Remote-Management

Sind dem Server mehrere IPv4-Adressen zugewiesen, verwenden SSH und RDP die erste Adresse in der Liste. Weitere Adressen sind für Dienste oder virtuelle Maschinen innerhalb des Systems vorgesehen. Sie werden nicht automatisch zu Remote-Management-Zugängen, nur weil sie in den Bereitstellungsdaten aufgeführt sind.

Zuerst die Adressverwendung festlegen, dann System und Dienste zuordnen.
Rolle der AdresseVerwendungPrüfung vor der Aktion
Erste IPv4-AdresseRemote-Management per SSH oder RDPMit den Serverdetails abgleichen und Konto sowie Authentifizierungsdaten dieses Servers verwenden.
Weitere IPv4-AdressenInnerhalb des Systems Diensten oder virtuellen Maschinen zuweisenAdresszuweisung, Netzwerkkonfiguration und Dienst-Listener prüfen, um doppelte Zuordnungen zu vermeiden.

Änderungen am Hostnetzwerk und die Zuweisung von IP-Adressen für virtuelle Maschinen sind Systemkonfiguration. Vorher die aktuell funktionierenden Einstellungen dokumentieren und Änderungen schrittweise prüfen. Management-Adresse, Routing und Authentifizierung nicht gleichzeitig ändern, damit sich die Ursache einer Verbindungsänderung eingrenzen lässt.

Checkliste für den ersten Storage-Login

Zwei separate NVMe-Laufwerke: erst erkennen, dann Pool erstellen

AMD Dedicated Server sind standardmäßig mit 2 × 1TB NVMe ausgestattet, jeweils direkt angeschlossen und ohne Hardware-RAID. Ein erfolgreicher System-Login bestätigt nur den Zugang zur Verwaltung. Vor dem Start der Dateispeicherung müssen Laufwerke, Systembelegung und gewünschte Redundanz geprüft werden.

Laufwerke und Verwendungszweck dokumentieren

Laufwerkskennung, Kapazität, vorhandene Partitionen und Einbindungen erfassen. Das Systemlaufwerk vom für Daten vorgesehenen Laufwerk unterscheiden. Bei zusätzlich gebuchten Laufwerken diese separat dokumentieren und den physischen Laufwerksplatz nicht aus der Reihenfolge der Gerätebezeichnungen ableiten.

Die folgenden Befehle sind für Linux und lesen ausschließlich Informationen zu Blockgeräten und Dateisystemen aus. Sie erstellen kein RAID und formatieren keine Laufwerke. Maßgeblich sind die tatsächlichen Ausgaben. Unter FreeBSD die systemeigenen Werkzeuge zur Prüfung von Geräten und Speicher verwenden.

Linux · Nur lesende Prüfung

lsblk -o NAME,SIZE,TYPE,FSTYPE,MOUNTPOINTS,MODEL,SERIAL
findmnt

Zuerst die Ausgabe prüfen, dann das Ziel für weitere Schritte festlegen. Wenn der Verwendungszweck eines Laufwerks unklar ist, keine Befehle zum Löschen, Partitionieren oder Erstellen eines Pools ausführen.

Einzellaufwerke nutzen: Kapazität und Ausfallrisiko getrennt betrachten

Zwei Laufwerke mit je 1TB ergeben zusammen 2TB nominelle Rohkapazität, nicht jedoch ebenso viel nutzbaren Speicherplatz im Dateisystem. Partitionierung, Systembelegung und Formatierung beeinflussen die verfügbare Kapazität. Daten auf einem Laufwerk werden nicht automatisch auf das andere kopiert.

Geeignet für eine Planung, bei der unterschiedliche Aufgaben auf getrennte Laufwerke verteilt werden. Zwei Laufwerke allein bedeuten noch keine Redundanz.

Spiegelung: Redundanz und Backup getrennt planen

Werden zwei 1TB-Laufwerke als ZFS-Spiegel oder Software-Spiegel eingerichtet, sollte die nominelle Kapazität mit etwa der Hälfte angesetzt werden. Der tatsächlich verfügbare Speicherplatz hängt zusätzlich vom System- und Dateisystemaufwand ab. Vor dem Erstellen des Pools das Speicherziel festlegen und Daten von vorhandenen Partitionen zunächst sichern oder übertragen.

Ein Spiegel schützt vor dem Ausfall eines einzelnen Laufwerks. Er ersetzt keine Wiederherstellungskopie bei versehentlichem Löschen, Überschreiben oder Systemproblemen. Ein separates Backup an einem anderen Standort muss unabhängig eingerichtet werden.

Backup-Aufgaben erst nach der Einrichtung des Speichers aktivieren. Quellverzeichnisse, Ziel, Aufbewahrungsregeln und Authentifizierung festlegen und zunächst eine kleine Übertragung samt Wiederherstellung testen. Ein als abgeschlossen markierter Auftrag beweist noch keine erfolgreiche Wiederherstellung: Dateien tatsächlich zurückspielen und Inhalt sowie Berechtigungen prüfen.

Fehler systematisch eingrenzen

Bei Verbindungsproblemen Adresse, Authentifizierung und Netzwerk getrennt prüfen

Timeout, abgelehnte Verbindung und fehlgeschlagene Authentifizierung sind unterschiedliche Fehler. Die ursprüngliche Client-Fehlermeldung sichern und die folgenden Schritte der Reihe nach prüfen. So lässt sich die Ursache meist schneller eingrenzen, als durch wiederholte Änderungen an Passwörtern und Firewall.

  1. 01

    Bereitstellungsstatus und erste Adresse prüfen

    Die Serverdetails erneut öffnen und Zielserver, Betriebssystem sowie aktuellen Status prüfen. Sicherstellen, dass nicht versehentlich eine zusätzliche IPv4-Adresse verwendet wird oder der Client noch die Adresse eines früheren Servers gespeichert hat. Solange die Bereitstellung nicht bestätigt ist, einen Verbindungsfehler nicht als Systemausfall einstufen.

  2. 02

    Authentifizierungsfehler von Verbindungsproblemen unterscheiden

    Bei fehlgeschlagener Authentifizierung Konto, Methode, Passworteingabe und Zuordnung der Schlüssel prüfen. Bei Timeout oder abgelehnter Verbindung zuerst die Fehlermeldung dokumentieren und nicht fortlaufend Kontorichtlinien ändern. Auch Netzwerkpfad oder Regeln für Systemdienste können die Ursache sein.

  3. 03

    Netzwerkregeln auf beiden Seiten prüfen

    Lokales Netzwerk, Ausgangsbeschränkungen und Client-Einstellungen prüfen, danach Server-Firewall und relevante Regeln für SSH oder RDP kontrollieren. Wenn eine Adresse auf eine bestimmte Netzwerkanfrage nicht reagiert, beweist das allein nicht, dass kein Remote-Login möglich ist. Maßgeblich sind auch die Ergebnisse im verwendeten Client.

  4. 04

    Reproduzierbare Fehler im Support-Ticket dokumentieren

    Ist weiterhin keine Verbindung möglich, im Kundenportal ein Ticket einreichen. Bestellkennung, Betriebssystem, verwendetes Protokoll, Originalfehlermeldung, Zeitpunkt und vorherige Konfigurationsänderungen angeben. Festhalten, ob die Verbindung schon einmal funktioniert hat und welche Prüfungen bereits erfolgt sind. Vollständige Passwörter oder private Schlüssel nicht wiederholt ins Ticket kopieren.

Nach einer fehlerhaften Konfiguration wiederherstellen

Notfallmaßnahmen ersetzen nicht die tägliche Remote-Verwaltung

Nach Fehlern in der Netzwerk- oder Authentifizierungskonfiguration dient die browserbasierte grafische Sitzung im Kundenportal ausschließlich als Notfallzugang. Sie ist kein öffentlicher Verbindungsweg; für die tägliche Verwaltung weiterhin SSH oder RDP verwenden.

Bei der Wiederherstellung zuerst die zuletzt geänderten Firewall-, Netzwerk- oder Kontoeinstellungen prüfen. Eine Neuinstallation vermeiden, solange der Datenstatus unklar ist. Für Unterstützung den Ablauf im Kundenportal-Ticket beschreiben. Vor einer Neuinstallation benötigte Daten sichern; sie ist keine verlustfreie Maßnahme zur Fehlersuche.

DGX Spark-Zugriff

DGX OS per SSH verwalten

Die Zugangsdaten für den DGX Spark sind ebenfalls im OnuCloud-Kundenportal verfügbar. Die Details des betreffenden Servers öffnen, Adresse und Kontoinformationen ablesen und anschließend per SSH bei DGX OS anmelden. Betriebssystemauswahl und Speicherplanung für AMD Dedicated Server nicht ungeprüft übernehmen.

Verbindungsdaten aus den Serverdetails verwenden

Die Adresse und Authentifizierungsdaten aus den Serverdetails verwenden; Standardkonto und Port nicht erraten. Nach dem ersten Login SSH-Sitzung und Kontoberechtigungen prüfen, bevor Schlüssel oder Firewall angepasst werden. Nach Änderungen die bestehende Sitzung geöffnet lassen und die neuen Authentifizierungseinstellungen in einer zweiten Verbindung testen.

Modelle und Anwendungsumgebung erst nach erfolgreichem Zugriff einrichten. Ein erfolgreicher SSH-Login bestätigt nicht, dass die Anwendungsabhängigkeiten geprüft sind. Die Umgebung und Geschäftsdaten müssen separat verwaltet werden.

Harter Neustart und Neuinstallation per Ticket

Der DGX Spark verfügt über kein BMC / IPMI. Für einen harten Neustart oder eine Neuinstallation im Kundenportal ein Ticket mit Serverkennung, Fehlerbeschreibung und den bereits ausgeführten Schritten einreichen. Keine Out-of-Band-Verwaltungsmethode für andere Gerätetypen übertragen.

Vor einer Anfrage zur Neuinstallation benötigte Dateien sichern und das betroffene System eindeutig prüfen. So werden Umgebungswiederherstellung und Datensicherung nicht miteinander verwechselt.

Mit den Details des richtigen Servers weiterarbeiten

Bei bereitgestellten Servern zuerst Details und Zugangsdaten prüfen. Für noch nicht konfigurierte Speicheraufgaben zunächst Laufwerkszuordnung und Redundanzkonzept festlegen, erst danach die Einrichtung starten.